Live at the operaball

Life at the ball?

 

Dass man die unfassbar dämliche Art und Weise, ein "gesellschaftliches" Event aus einem Theaterhaus medial zu vermarkten, noch toppen konnte, war eigentlich kaum denkbar.

 

ORF. Wie Diejenigen. ORF. So muss Sendung. ORF. Ordentlich richtiges Fiasko.

 

Die überforderten Moderatoren im Einzelnen zu bewerten, verbietet der angeborene Geschmack, aber das Faszinosum, Trenkwitz und Hohenlohe, sich im Sande einer präpotenten Unwissenheit verlaufend, leidvollst mitansehen zu dürfen, gewann mehr und mehr an Attraktivität.

 

Die runderneuerte Barbara verhielt sich leider wie erwartet. Zu schade. Und zwar so, wie aus deren Tagen bestens bekannt. Jünger, einen Hauch neutraler, machte aber auch die rotmähnige Teresa den Kardinalfehler, kameraheischend Irgendwelche oder "Stars" lächelnd unterwürfig mit Allgemeinplätzen eher zu langweilen. Abwarten, diese Dame hat Potential. Nur wissen das die Verantwortlichen?

 

Wie anderswo Alltagsgeschäft, könnte man auch hierorts einmal endlich einen kritischen Blick auf die Hände der Küniglberger Bildschirmladies werfen. Was nützt das gekonnte Zukleistern kleinster Hautirritationen an Wangen, Nasen oder Hälsen, wenn die zarten Finger wie aus dem Abwaschbecken oder der Rosenschnittarbeit frech in die Linsen winken. Profis wüssten das, aber die ORF-"Maske"?

 

Die beiden Altgedienten eilten wie immer einer dummdreisten Regie folgend zumeist überhektisch frech deklamierend durch die gesamte Sendung. Namen bleiben Schall und Rauch. Weisser Rauch und Infraschall. Tradition kann nie Entschuldigung für Versagen werden. Aber Informelles schadet nie, wie man leider sieht.

 

Dass natürlich die oberschichtige Unterwelt aus Neureichen, Irgendwelchen, Pubertierenden oder grenzenlos unterbekleideten Schlappgespielinnen so mancher bekannter Korruptionäre höchsten Ansehens Nichts aber schon überhaupt nichts Mediengerechtes mit Charme oder gar Witz absichtlich oder zufällig absonderten, kann man der staatlichen Fernsehanstalt nicht zum Vorwurf machen. Ausnahmsweise das nicht.

Ehre, wem Ehre - na ja - gebührt.

 

Eine Saxophonvirtuosin brachte ihren Geigengatten durch Blasen zum Weinen.

Tränen lügen nicht.

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Dr. Heinrich Meyer (Freitag, 28 Februar 2020 11:38)

    Wahr, aber sehr hart gezeichnet. Es ist keine Formulierung klagbar oder verstoesst gegen alle medienrechtlichen Bestimmungen. Trotzdem stellt sich eine gewisse Angst ein, wenn man lesen muss, was eben Tatsachen sind. Wie weit werden wir noch beschissen?
    Hochachtend Dr. Meyer