BAAL AM END`

Ich horche noch auf den Regen.

Neuer Kanzler. Runderneuerte Regierungsmannschaft und Frauschaft. Seit Jahrzehnten der unerträglich oft angekündigte Aufbruch und Neustart. Wortwolken wollen Wogen womöglich, womit eigentlich, glatt machen.

 

Brecht verwendet bei Baal die ersten Stilmittel des sogenannten Epischen Theaters. Erst als Emilies Lover, dann als Onenightstander mit Johanna, dann als Zeuger mit Sophie, schließlich als Ekarts Killer. Soweit, so gut. So schlecht?

 

Warum aber erreicht eben jener Baal gerade hierzulande seit geraumer Zeit das repetitive Ende immer wieder aufs Neue?

 

Weil hier eben "Baal am End` " ist. Schrecklich, aber allzu wahr.

 

Ohne jede erflehte Ausnahme sprechen Politiker, Kommentatoren, Leute mit offenen Mündern, überhaupt eigentlich Alle, die sich per professione auch mit Politik beschäftigen müssen, das Unwort PARLAMENT grässlich entststellt grob falsch aus.

 

Vor allem Angehörige eines Medienmolochs ORF ereifern sich im Wettbewerb, BAAL AM END` missverständlich und lallend unexakt noch schlechter als der moderierende Kollege, die geschwätzige Kollegin, zu formulieren.

 

Solange Politik, Medien und Wissende im Begriff "Parlament" das Bert Brecht Opus "Baal am End` " realisieren, solange interessiert jedes Zusammenhängende mit dieser Körperschaft kaum bis gar nicht. Man kann es nicht länger hören.

 

Der Ton macht die Musik. Auch im Baal am End` . Pardon: Parlament.

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Kommentare: 2
  • #1

    a. wolf (Donnerstag, 19 Mai 2016 14:27)

    Das stimmt so. Leider.
    Unser Baal am End` verpflichtet eben.

  • #2

    edgar hoover (Samstag, 21 Mai 2016 14:24)

    Nice analysis. Keep on writing. We`ll watching you. Best wishes from the USA.